Geboren: 29. Oktober 1945 in Wien,
seit 1965 verheiratet mit Peter Kellner
(Absatzwerbung und Beschriftung)
Kinder: DI Sabina Kellner, geb. 1966
Raumplanerin, Künstlerin (TwistArt)
Mag. Roman Kellner, geb. 1969
Chefredakteur bei Greenpeace, Künstler (die Keulquappen)

Hobbies: Segeln, Gärtnern; Klavier und Harfe zum Steinerweichen.
So hat es angefangen:`
Mit meiner Mutter Franz Hubmann beim Photographieren begleitet und gelernt, wie man Bilder sieht. Grafische Lehr- und Versuchsanstalt, weil Kunst ja doch auch irgendwie etwas mit Können zu tun haben könnte. 1964 gabs dann einen Plakatwettbewerb zum Thema Zivilschutz. Zweiter Preis, ein ministerieller Händedruck, Fernsehen, Freude, Illusionen, Ernüchterung.

Und so ist es weitergegangen:
Freischaffende Graphikerin. Bei manchen Aufträgen habe ich den schönsten Beruf der Welt, andere lehren mich das Gegenteil. Allmählich ärgert mich Kreativkommerz und irgendwann reichts. Dem Schriftsteller Alfred Komarek gings in den 70er Jahren so ähnlich und seitdem arbeiten wir zusammen: Ich hole mir Bilder aus seinen Zeilen und erzähle sie neu, auf meine Weise: Text und Graphik ineinander verwoben. Einige Bücher sind so entstanden (Neuerscheinung 2004: "FLUGS, ein Spatz führt durch Wien", Dachs-Verlag, "BOHUMIL BLUBB und die Wächter der Wasserwelt", NP Verlag). Ein anderer Weg, künstlerische Ausdrucksformen miteinander zu verbinden, war das Projekt "Berührungen": Meine Seidenmalerei, geschriebenes Wort, Photographie und Goldschmiedearbeit übten sich gemeinsam in der Kunst der Variation.
Mit der Malerei auf hochwertiger Seide als künstlerischer Ausdrucksform hat es 1979 begonnen. Damals war diese Technik in Österreich fast völlig unbekannt und daher für mich aufregend neu und überdies formal faszinierend. Das Material holte ich dazu aus Frankreich. Mehrere Ausstellungen mit Seidenbildern brachten schöne Erfolge.

Und wie ist das heute?
Seide könnte noch immer Spaß machen, trotz der kunsthandwerklichen Überschwemmung ringsum. Künstlerische Graphik freut mich mehr denn je: Buchillustrationen in Österreich und in der Schweiz, die 1.300 Arbeitsstunden verschlingende Zeichnung einer Märchenburg, zu sehen auf Märchenautomaten; "steinreich", weil bemalte Steinskulpturen eine neue fesselnde Ausdrucksform für mich sind; ein paar seltsame (Co-Komarek) Projekte, kreative Spinnereien, weil auch der Spaß zum Ernst des Lebens gehört. Das Leben fängt jeden Tag neu an, und das ist schon gut so.